FAQ (Frequently Asked Questions)

 

Erfahren Sie in unseren FAQs zu mehr zu Fachbegriffen wie CO2-Fußabdruck, Emissionsfaktor, CO2-Äquivalent, Emissionskompensation, CDM, VER, VCS und Gold-Standard, ...

Über uns

Was ist die Klimamanufaktur?

Die KlimaManufaktur GmbH ist ein spezialisiertes Beratungsunternehmen in München und engagiert sich seit 2014 erfolgreich im Klimaschutz.
Die KlimaManufaktur leistet einen Beitrag zum aktiven KLIMAschutz auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Das Wort MANUFAKTUR unterstreicht, dass wir dabei auf qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen setzen. Dies gilt sowohl für die Berechnung der CO2-Emissionen, die auf international anerkannten Standards beruht, als auch für unsere Klimaschutzprojekte, aus denen Sie für Ihre CO2-Kompensation frei wählen können.
Wir bieten Ihnen eine Palette an Produkten und Dienstleistungen zum freiwilligen Ausgleich von klimaschädlichen CO2-Emissionen im privaten, geschäftlichen und kommunalen Bereich an. Zum einen können Sie schnell und ohne großen Aufwand CO2-Zertifikate oder fertige Standard-Produkte, wie z.  B. Veranstaltungen, Übernachtungen oder Flüge in unserem Webshop erwerben. Zum anderen möchten wir Sie aber insbesondere dazu anregen, dass Sie sich – wie in jeder Manufaktur üblich – Ihre individuellen, auf Ihre Bedürfnisse angepassten Produkte selbst zusammenstellen. Dafür haben wir unsere Excel-basierten Rechen-Tools entwickelt.

Wer steckt hinter der KlimaManufaktur?

Die KlimaManufaktur gehört zur FutureCamp-Familie www.future-camp.de, die seit 2001 mit rund 25 erfahrenen Experten in den Kompetenzfeldern Klima, Nachhaltigkeit, Energie, Umwelt und Innovation berät.
Wir arbeiten seit langem mit vielen zufriedenen Unternehmenskunden, sowie Bundes- und Landeseinrichtungen erfolgreich zusammen und stehen mit unserem Wissen auch den Kunden der KlimaManufaktur zur Verfügung.
Als privatwirtschaftliches Unternehmen haben wir ein sehr gutes Verständnis für die Herausforderungen von Unternehmen, sowie durch unsere Projekte im öffentlichen Bereich auch für Regierungs- und kommunale Einrichtungen.
Wir sind seit Jahren ohne die Inanspruchnahme von Förderungen erfolgreich tätig und bieten unseren Kunden echte Mehrwerte.

Wieso antwortet FutureCamp Climate auf Anfragen an die Klimamanufaktur?

Da die KlimaManufaktur zur FutureCamp-Familie gehört, erhalten Sie die Antworten direkt von unseren Experten von FutureCamp Climate.

Verkaufsabwicklung

Kann ich mir das Klimaschutzprojekt aussuchen, mit dem ich meine CO2-Emissionen kompensieren möchte?

Ja. Die transparente Unterstützung der Klimaschutzprojekte liegt uns am Herzen. Deswegen steht bei allen Produkten die Wahl des gewünschten Kompensationsprojektes im Vordergrund. Eine Übersicht mit der Beschreibung aller Projekte finden Sie auf der Website der KlimaManufaktur. Wenn Sie das Projekt nicht selbst auswählen möchten, können Sie „Portfolio“ wählen. In diesem Fall verteilen wir Ihren Beitrag auf unsere Projekte.

Welchen Nachweis bekomme ich für die Kompensation meiner CO2-Emissionen?

Für die Kompensation Ihrer Emissionen nutzen wir ausschließlich hochwertige Klimaschutzprojekte, welche nach international anerkannten Standards und Anforderungen durchgeführt und von unabhängigen Stellen zertifiziert und verifiziert werden. Die Zertifikate werden allesamt in transparenten Registern geführt. Dort nehmen wir in regelmäßigen Abständen öffentlich einsehbare Stilllegungen für unsere Kunden vor. Alle unsere Kunden bekommen in Form einer Urkunde den Nachweis über die von ihnen vorgenommene Kompensation.

Warum habe ich noch keine Urkunde erhalten?

Bei Kauf auf Rechnung senden wir Ihnen Ihre Urkunde innerhalb weniger Tage nach Ihrem Zahlungseingang per E-Mail zu. Bei allen anderen Zahlungsarten erhalten Sie Ihre Urkunde unmittelbar im Anschluss an den Bestellvorgang. Sollten Sie mehrere Tage nach der Zahlung noch keine Urkunde erhalten haben, kontaktieren Sie uns bitte unter mail@die-klimamanufaktur.de
Sollten Sie einen konkreten Text auf der Urkunde wünschen, können Sie diesen bereits während des Bestellungsvorgangs selbst eingeben.

Wie läuft die Kompensation von CO2-Emissionen ab?

Für jede durch Sie beauftragte Kompensation kauft die KlimaManufaktur in der Höhe der jeweils von Ihnen berechneten CO2-Emissionen CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten und legt diese in einem offiziellen Emissionsregister still. Durch den Kauf werden Klimaschutzprojekte unterstützt, die dazu beitragen, dass weniger CO2-Emissionen entstehen, z. B. indem durch die Nutzung von Wind- oder Wasserkraft weniger fossile Brennstoffe verbraucht werden. Wie viele CO2-Emissionen eingespart werden, wird berechnet und nachgewiesen. Die Stilllegung stellt sicher, dass die CO2-Zertifikate nicht mehrfach eingesetzt werden können. Hierdurch werden Ihre eigenen CO2-Emissionen kompensiert.
Mit der Wahl eines unserer Produkte für den Ausgleich Ihrer CO2-Emissionen, unterstützen Sie nur Klimaschutzprojekte, welche die höchsten internationalen Qualitätsanforderungen erfüllen.
Unsere Klimaschutzprojekte sind nach anerkannten Standards zertifiziert und erfüllen zusätzlich „Ziele für eine nachhaltige Entwicklung“, die sogenannten SDGs (Sustainable Develompement Goals). Diese insgesamt 17 Ziele umfassen Themen wie Armuts- und Hungerbekämpfung, Beiträge zum gesunden Leben, Bildung und weitere Ziele. Weitere Informationen finden Sie z. B. auf den Websites des Bundesministeriums für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung.

Ich habe mein Passwort vergessen – was muss ich tun?

Sollten Sie Ihr Passwort für „Mein Konto“ vergessen haben, klicken Sie in der Benutzeranmeldung auf „Passwort vergessen“. Sie werden nun weitergeleitet und müssen Ihre, in dem Benutzerkonto verwendete, E-Mail Adresse angeben. Kurze Zeit später erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte klicken Sie auf den darin enthaltenen Link, um Ihr Passwort zu ändern.

Muss ich mich im Kundenbereich anmelden, um kompensieren zu können?

Nein. Sie können sich zwar ein Benutzerkonto anlegen, über welches Sie einige weitere unterstützende Funktionen nutzen können, dieses Benutzerkonto ist für die Durchführung der Kompensation jedoch nicht zwingend notwendig. Sie müssen lediglich Ihren Namen und Ihre E-Mailadresse eintragen, damit wir Ihnen eine Bestätigungs-E-Mail senden können, mit deren Hilfe der Kaufvorgang abgeschlossen wird.

Welche Funktionen umfasst das Benutzerkonto?

Unter „Mein Konto“ stehen Ihnen in unserem Webshop folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Ihre persönlichen Daten
  • Ihre Adresse
  • Die von Ihnen gewählte Zahlungsart
  • Ein Merkzettel, welchen Sie selbst füllen können.
Kann ich Berechnungen speichern und später kompensieren?

Unsere Berechnungstools sind als Excel-Dateien auf unserer Website hinterlegt. Diese stehen zum Download zur Verfügung. Sie können somit in aller Ruhe Ihre Daten eintragen und abspeichern. Die Kompensation können sie dann jederzeit über unseren Webshop vornehmen.

Welche Bezahlmöglichkeiten habe ich?

Sie können entweder per Kreditkarte, per Rechnung oder per PAYONE SOFORT Überweisung bezahlen.

Ich möchte ohne vorherige Berechnung etwas für den Klimaschutz tun. Geht das?

Ja, Sie können ganz einfach direkt CO2-Zertifikate aus Ihrem Wunschprojekt kaufen und stilllegen lassen www.die-klimamanufaktur.shop/zertifikate/.
Darüber hinaus bieten wir eine Auswahl an Standard-Produkten an. So haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, ein ganzes Lebensjahr klimaneutral zu stellen. Für unser Standard-Produkt „klimaneutrales Lebensjahr“ wurde der „CO2“-Fußabdruck (11,6 to. CO2e) eines deutschen Durchschnittsbürgers zugrunde gelegt. Diese Menge beruht auf der aktuellen Statistik des Umweltbundesamtes.
Mit den Standard-Produkten möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, typischerweise entstehende CO2-Emissionen zu kompensieren. Jede Kompensation trägt positiv zum Klimaschutz bei. Bitte beachten Sie darüber hinaus auch unsere Klimaschutz- und Energiespartipps. Vor der Kompensation von Emissionen sollten die Möglichkeiten der CO2-Vermeidung und –Reduzierung genutzt werden.

Ich möchte eine Kompensation verschenken, geht das?

Grundsätzlich können Sie auch Kompensationen für andere vornehmen. Hierfür bietet sich zum Beispiel unser Produkte „klimaneutrales Lebensjahr“ an. Durch das Verschenken wird beim Beschenkten auch der Denkprozess in Richtung eines klimaschonenderen Lebens oder Arbeitens gefördert. Gerne können Sie hier auf unsere Klimaschutz- und Energiespartipps verweisen.
Als Geschenk können Sie die Urkunde verwenden, welche Sie von uns erhalten. Beim Bestellvorgang können Sie den Text, wofür die Kompensation verwendet wird, frei wählen.

Definitionen und Wissenswertes zum Klimawandel

Klimawandel

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wird die Erwärmung der Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung hauptsächlich durch eine anthropogen bedingte Anreicherung von Treibhausgasen verursacht, die den Treibhauseffekt über sein natürliches Niveau hinaus verstärkt. Mehr CO2e in der Atmosphäre, lenkt mehr Wärmestrahlung auf die Erde zurück. Luft- und Ozeantemperaturen und damit auch der Wasserdampfgehalt steigen an und beeinflussen das Klima. Klimarelevante Treibhausgase, wie beispielsweise Kohlendioxid (CO2), Distickstoffoxid (N2O) oder Methan (CH4), stammen hierbei zum größten Teil aus der Nutzung fossiler Brennstoffe, industrieller Produktion, der Landwirtschaft und der Vernichtung des Tropenwaldes. Damit sind die treibenden Kräfte hinter den Emissionen hauptsächlich auf vorherrschende Produktions- und Konsummuster sowie die Entwicklung der heutigen Industrieländer zurückzuführen. Zu den möglichen ökologischen Folgen des Klimawandels zählen beispielsweise die Beeinträchtigung von Artenreichtum in Flora und Fauna, Verknappung von Ressourcen sowie eine Zunahme der Häufigkeit extremer Wetterlagen. Ein ungebremster Ausstoß von Treibhausgasen wird das Klimasystem dramatisch verändern. Dadurch werden weltweit ökonomische und soziale Auswirkungen auf Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Wirtschaft auftreten.

Klimapolitik

Die Reduktion von Emissionen und das Vorantreiben von Klimaschutzmaßnahmen sind wichtige Faktoren, um einen Beitrag zur Verminderung der Erderwärmung zu leisten. Hieraus ergibt sich eine zentrale Aufgabe für die systematische nationale und internationale Klimapolitik.
Das Ziel, anthropogen verursachte Treibhausgasemissionen einzudämmen, um damit negative Auswirkungen auf das Klimasystem zu minimieren, wurde erstmals im Jahr 1992 durch die UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change: UNFCCC) formuliert. Ein wichtiger Meilenstein für die internationale Klimapolitik war die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Jahr 1997, welches eine rechtsverbindliche Verpflichtung für Industrieländer zur Eindämmung und Reduktion dieser Emissionen festlegte.
Ende 2015 wurde auf der UN-Weltklimakonferenz COP 21 in Paris ein globales Abkommen zum Klimaschutz verabschiedet. Neben Industriestaaten verpflichteten sich auch Schwellen- und Entwicklungsländer dazu, ab 2021 nationale Klimaschutzziele umzusetzen. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur soll dabei auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden.
Der im Oktober 2018 veröffentlichte Sonderbericht des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) hat die Dimension der Herausforderung deutlich gemacht: Notwendig für die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels ist nichts weniger als eine beispiellose Dynamik der Klimaschutzanstrengungen weltweit.
Auf der UN-Weltklimakonferenz COP24 im November 2018 wurde von allen Vertragsstaaten ein detailliertes Regelwerk beschlossen, um den Pariser Klimavertrag umzusetzen.
Dieses enthält Bestimmungen zu

  • Berichterstattung (Wie werden nationale Klimaziele umgesetzt?),
  • Transparenzregeln (Wie erfolgt die Überprüfung?),
  • Klimafinanzierung (Wie mobilisieren die Industrieländer von 2020 an jährlich 100 Milliarden US-Dollar für Klimaschutz und -anpassung in Entwicklungsländern?)
  • Ambitionssteigerung (Nach welchem Prozess erfolgt die künftige Anhebung nationaler Klimaziele?)
CO2-Fußabdruck

Mit „CO2-Fußabdruck“ (oder auch „Carbon Footprint“) bezeichnet man Treibhausgasbilanzen, z. B. von Produkten, Unternehmen oder Personen. Sie stellen die Summe der Emissionen von CO2 und anderer klimarelevanter Treibhausgase dar, die durch Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Produkten und Dienstleistungen, oder durch das Ausüben einer Tätigkeit über einen bestimmten Zeitraum ausgestoßen wird.
Ein geringer CO2-Fußabdruck deutet dabei auf eine klimafreundliche Lebens- und Arbeitsweise hin. Zur Berechnung von klimawirksamen Emissionen sind Informationen über den jeweiligen Lebens- und Geschäftsbereich notwendig, wie beispielsweise Transport, Gas- und Stromverbrauch oder Konsumverhalten. Mit Hilfe offiziell anerkannter Kenngrößen zur Berechnung von CO2-Fußabdrücken, den sogenannten Emissionsfaktoren, werden die dadurch verursachten Treibhausgase berechnet. Ein Emissionsfaktor zeigt an, wie viele Tonnen CO2 pro Bemessungsgrundlage (z. B. 1 kg, 1 km, 1 kWh, 1 Liter) eines Produktes oder einer Dienstleistung freigesetzt werden.
Da sich auch andere Treibhausgase (z. B. N2O, CH4) negativ auf das Klima auswirken, wird deren Treibhauswirkung in CO2-Äquivalent (CO2e) umgerechnet. Der CO2-Fußabdruck ist ein wichtiger erster Schritt für einen Beitrag zum Klimaschutz: Durch die Erkenntnis, in welchen Bereichen Emissionen in welcher Intensität anfallen, ist es möglich, Einsparpotentiale zu erkennen und umzusetzen.

Emissionsszenarien, Klimamodelle und Klimaprojektionen

Aufgrund der enormen Komplexität des globalen Klimas ist es notwendig, Modelle zu entwerfen, welche die Erstellung von möglichst präzisen Szenarien erleichtern. Klimamodelle beschreiben den Zustand unserer Atmosphäre. Emissionsszenarien beschreiben den Einfluss der Menschen auf die Umwelt. Die Kombination dieser beiden Bausteine ermöglicht es uns, eine Klimaprojektion zu erstellen und somit einen Blick auf die Zukunft unseres Planeten zu werfen.

Globale Herausforderungen und Klimagerechtigkeit

Die Ursachen des Klimawandels sind globaler Natur und machen nicht an Landesgrenzen halt, weswegen die internationale Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Transformation unerlässlich ist. Die wirtschaftlich schwächsten Gebiete tragen am wenigsten zur globalen CO2-Emission bei, sind aber den schädlichen Auswirkungen des Klimawandels und der Umweltzerstörung am stärksten ausgesetzt, woraus die moralische Pflicht der Industrienationen resultiert, weitgreifende Unterstützung bereit zu stellen.
Maßgeschneiderte, geographisch angepasste Strategien sind erforderlich, die unterschiedlichen Gegebenheiten und lokalen Bedürfnissen gerecht werden. Der ökologische Wandel wird die Geopolitik neu gestalten. Dies wird für eine Reihe von Staaten und Gesellschaften mit Herausforderungen verbunden sein. Darüber hinaus sollten bei jedem Einzelnen die eigenen Produktions- und Konsummuster in Richtung Nachhaltigkeit überdacht werden.

Was sind sinnvolle Maßnahmen und Lösungen gegen den Klimawandel?

Der Weg zu einer nachhaltigen Weltbevölkerung steht auf drei Pfeilern:

  • Effizienz
  • Konsistenz
  • Suffizienz

Effizienz richtet sich auf die Produktivität von Ressourcen; Materie und Energie müssen in jeder Hinsicht optimal genutzt werden.
Konsistenz bedeutet, naturverträgliche Technologien zu fördern. Im Gegensatz zum Großteil der heutigen Technologie, sollten die Stoffe und Leistungen der Ökosysteme dabei genutzt werden, ohne diese zu zerstören.
Der Grundgedanke der Suffizienz ist die Abkehr von unserem heutigen Konsum und unserer Wegwerfgesellschafft. Suffizienz bedeutet dabei nicht Verzicht, sondern zielt auf einen geringeren Ressourcenverbrauch durch eine Verringerung der Nachfrage nach Gütern.
Für die Einschätzung der Sinnhaftigkeit von Maßnahmen und Lösungen sollten die drei Pfeiler bedacht werden und bei allen Entscheidungen hinterfragt werden, ob diese ausreichend berücksichtigt sind.

Was ist ein Emissionsfaktor?

Emissionsfaktoren sind Kenngrößen zur Berechnung von CO2-Fußabdrücken. Sie geben an, wie viele Tonnen CO2 und andere Treibhausgase pro eingesetzter Menge eines Produktes oder einer Dienstleistung freigesetzt werden (z. B. t CO2e pro Flug).

Woher stammen die von der KlimaManufaktur verwendeten Emissionsfaktoren?

Als Quellen für die Emissionsfaktoren verwenden wir hauptsächlich Werte aus der Datenbank GEMIS (Globales Emissions-Modell integrierter Systeme), des Umweltbundesamts und des Britischen Ministeriums für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft (DEFRA -Department for Environment, Food & Rural Affairs).

CO2- Berechnung

Warum soll ich meine Emissionen berechnen?

Als erster Schritt für einen Beitrag zum Klimaschutz ist es wichtig, eine Einschätzung über eigene verursachte Emissionen zu erhalten. Nur mit dieser Information ist es möglich, Einsparpotentiale zu erkennen und Emissionen zu mindern. Zudem können auf Grundlage dieser Information Emissionskompensationen vorgenommen werden. Als Alternative zur eigenen Berechnung bieten wir unseren Kunden an, anhand standardisierter, konservativer (heißt: im Zweifel höherer) Emissionswerte eine CO2-Bilanz zu erstellen.

Wie werden bei der KlimaManufaktur klimawirksame Emissionen berechnet?

Um klimawirksame Emissionen berechnen zu können, sind zunächst Informationen über die jeweiligen Lebens- bzw. Geschäftsbereiche notwendig. Anhand von Verbrauchsrechnungen lassen sich beispielsweise jährlich verbrauchte Gas- und Strommengen ablesen. Für solche Werte lassen sich dann mit Hilfe von offiziell anerkannten Emissionsfaktoren die dadurch verursachten klimarelevanten Treibhausgase errechnen.
Dabei fließen bei der Berechnung über unsere Berechnungstools sowohl direkte Verbrennungs- und Prozessemissionen als auch indirekte Emissionen aus Vorketten in die Berechnung ein. Beispielsweise wird bei der Berechnung von PKW-Emissionen auch der Teil der klimarelevanten Emissionen berücksichtigt, der schon bei der Herstellung und dem Transport des später verbrannten Treibstoffs entsteht.

Welche Annahmen liegen den Emissionsberechnungen zugrunde?

Wenn Sie keine detaillierten Daten über Ihre klimarelevanten Aktivitäten zur Verfügung haben, treffen wir Annahmen und ziehen für die Berechnung durchschnittliche Emissionen eines deutschen Bundesbürgers heran. Sollten beispielsweise keine genauen Stromverbrauchswerte vorliegen, werden durchschnittliche pro-Kopf-Verbrauchswerte in Deutschland und ein vom Umweltbundesamt ermittelter deutscher Strom-Mix für die Stromherstellung verwendet.
Die von uns genutzten Emissionsfaktoren berücksichtigen nicht nur CO2-Emissionen, sondern ggf. auch weitere klimarelevante Emissionen, wie beispielsweise Methan (CH4) oder Fluorkohlenwasserstoffe (FKW/H-FKW), welche in der Form von CO2-Äquivalenten in die Berechnung einfließen. CO2-Äquivalente geben dabei den relativen Treibhauseffekt des jeweiligen Treibhausgases verglichen zu CO2 wieder.

Wie oft werden die Daten aktualisiert?

Die unseren Berechnungen zu Grunde liegenden Emissionsfaktoren werden laufend überprüft. Die Aktualisierung der Datenbanken erfolgt mindestens einmal pro Jahr.

Wie genau sind die Ergebnisse der Kalkulationen?

Gewisse Emissionen lassen sich sehr genau berechnen. Einer Autofahrt beispielsweise kann anhand des verbrauchten Kraftstoffes eine genaue Emissionsfracht zugewiesen werden.
Werden die Systeme jedoch komplexer, gibt es immer Abweichungen von der Wirklichkeit. Insofern können die Ergebnisse unserer Kalkulationen nicht immer einer direkten Messung vor Ort entsprechen. Aufgrund unserer über die Jahre erarbeiteten Expertise sowie der Fülle und der Qualität des Datenmaterials kommen diese der Realität normalerweise sehr nahe. Die Werte unterliegen konservativen Annahmen, was bedeutet, dass die Werte tendenziell etwas höher angesetzt werden.

Was macht unsere Emissionskalkulation einzigartig?

Die KlimaManufaktur gibt Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit Emissionen, ganzheitlich zu begreifen und zu erfassen. Durch unsere jahrelange Erfahrung in den Bereichen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit können wir Ihnen sowohl über die standardisierten Excel-Tools wie auch über die darüber hinausgehende individuelle Beratung professionelle Unterstützung bei der Berechnung von CO2-Emissionen anbieten.
Mit uns erfahren Sie, in welcher Größenordnung Sie etwas zum Schutz unseres Planeten beitragen können. Wir haben den Anspruch, nicht nur einen gewissen Teil wie zum Beispiel Flugreisen zu kompensieren, sondern möchten dabei helfen, ein möglichst klimafreundliches Leben zu führen und einen möglichst klimaneutralen Geschäftsbetrieb umzusetzen.

Informationen zur CO2-Kompensation

Wie funktioniert die Kompensation von CO2-Emissionen?

Durch klimabewusstes Handeln ist es möglich, die von uns verursachten Emissionen drastisch zu verringern. Die verbleibenden Emissionen können als letztes Puzzlestück über Emissionskompensationen ausgeglichen werden.
Für unsere Atmosphäre spielt es keine Rolle, an welcher Stelle auf unserem Globus Emissionen verursacht oder eingespart werden. Daher lassen sich klimawirksame Emissionen, die an einer Stelle verursacht wurden, auch durch die Einsparung an einer anderen Stelle ausgleichen. Auch wenn dieser Schritt des Ausgleichs auf lange Sicht allein nicht ausreicht, ist er doch ein wichtiger und kurzfristig umsetzbarer Beitrag, der schwer vermeidbare Treibhausgase unmittelbar ausgleicht.
An dieser Stelle setzt die KlimaManufaktur an und zieht hierfür ausgewählte Klimaschutzprojekte heran, aus denen CO2-Zertifikate entsprechend der berechneten CO2-Emissionen gekauft werden können.
Dabei entspricht ein Zertifikat einer Tonne CO2 bzw. CO2e. Anschließend werden die erworbenen Zertifikate in transparenten Registern stillgelegt, sodass dieses Zertifikat nicht mehr verwendet werden kann. Bei der Auswahl von Projekten wird auf international anerkannte Standards und Anforderungen für die Klimaschutzprojekte geachtet. Alle Projekte folgen dem Prinzip der Zusätzlichkeit, welches sicherstellt, dass die so vermiedenen Emissionen ohne die Realisierung des Projektes nicht eingespart worden wären. Viele Projekte leisten zusätzlich einen lokalen Beitrag zur nachhaltigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung.

Warum ist freiwillige CO2-Kompensation kein Ablasshandel?

Die Kompensation verringert real den Ausstoß an Treibhausgasen und trägt zusätzlich zur nachhaltigen infrastrukturellen, sozialen und ökologischen Entwicklung in den jeweiligen Projektregionen bei. Kompensation sollte nach unseren Wertvorstellungen dabei, nach der Vermeidung und Reduzierung von Emissionen, der letzte Schritt zur Klimaneutralität sein. Sobald sich mit dem Thema beschäftigt wird, entsteht ein größeres Bewusstsein.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Industrialisierung erhalten CO2-Emissionen durch CO2-Zertifikate einen monetären Wert, der sowohl bezogen auf die Vermeidung als auch über deren Kompensation zu einer höheren, auch wirtschaftlichen Wertschätzung führt.
Kompensation als Ablasshandel zu bezeichnen, ist aus unserer Sicht nicht zutreffend und daher kontraproduktiv. Es gibt Emissionen, die kurzfristig nicht vermeidbar sind, diese an anderer Stelle zu kompensieren trägt (im Gegensatz zum Ablasshandel) dazu bei, dass ein tatsächlicher Nutzen geschaffen wird. Freiwillige CO2-Kompensation ist kein Freischein, Emissionen auszustoßen. Sie hilft vielmehr dabei, schneller das Ziel, die globale Erwärmung einzudämmen, zu erreichen.
Die KlimaManufaktur nimmt den Kundinnen und Kunden nicht die Verantwortung für ihre CO2-Emissionen ab, sondern ermöglicht einen Weg, aus dieser Verantwortung heraus, etwas Positives zu bewirken.

Was sind CO2-Senken?

CO2-Senken sind unter anderem natürliche Böden, Bäume oder das Meer. Beispielsweise ermöglicht das großflächige Anpflanzen von Waldflächen oder die Wiedervernässung von Mooren, dass Treibhausgase aus der Atmosphäre entnommen werden und temporär oder dauerhaft dort gespeichert werden. Dies wird auch als Negativemission bezeichnet. Darüber hinaus gibt es technische und geochemische Ansätze, um Negativemissionen zu erzeugen.

Was ist Klimaneutralität?

Bei der Klimaneutralität ist zwischen Klimaneutralität in Form von Emissionsfreiheit und Klimaneutralität durch Kompensation zu unterscheiden. Die erste Form bedeutet, dass grundsätzlich keine Treibhausgase entstehen. Bei der Klimaneutralität durch Kompensation werden die Treibhausgase, welche nicht vermieden werden können, durch Kompensation (z. B. Klimaschutzprojekte) in der Gesamtheit neutralisiert.

Was bedeutet „Netto-Null-Emissionen“?

Netto-Null-Emissionen bezeichnen einen Zustand, in dem global gesehen sämtliche vom Menschen verursachten Emissionen durch Negativemissionen ausgeglichen werden.

Klimaschutzprojekte

Was bedeutet CDM, VER, VCS und Gold-Standard (GS)?

CDM-Projekte (Clean Development Mechanism) sind Klimaschutzprojekte, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls in Entwicklungs- und Schwellenländern durchgeführt werden. Durch sie soll auch ein Transfer von klimafreundlichen Technologien in diese Länder stattfinden, um dort eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Kontrolliert und zertifiziert werden CDM-Projekte durch den CDM-Exekutivrat des Klimasekretariats der Vereinten Nationen (UNFCCC: United Nations Framework Convention on Climate Change). Die daraus generierten Zertifikate (CER: Certified Emission Reductions) können bisher sowohl im Rahmen des verpflichtenden EU-Emissionshandels (bis einschließlich 2020), als auch für die freiwillige Emissionskompensation eingesetzt werden.
VER-Projekte (Verified Emission Reduction) können im Vergleich zu CDM-Projekten ausschließlich im Bereich der freiwilligen Kompensation genutzt werden und zählen nicht zu den im Kyoto-Protokoll definierten Projekten zur Emissionsreduzierung. Sie werden von unabhängigen Stellen verifiziert und orientieren sich dabei üblicherweise an den Projektstandards für CDM-Projekte. Wir verwenden ausschließlich VER-Zertifikate aus international anerkannten Standards.
Der Zusatz des Gold Standards (GS) bei CDM- oder VER-Projekten steht für ein zusätzliches Augenmerk auf nachhaltige Entwicklungsimpulse, welche durch die Durchführung der Klimaschutzprojekte in den Schwellen- und Entwicklungsländern hervorgerufen werden sollen (z. B. im sozialen oder infrastrukturellen Bereich). Zudem werden nur solche Projekte zertifiziert und verifiziert, bei denen die lokale Bevölkerung in den Entscheidungsprozess miteinbezogen wurde. GS-Projekte stehen somit für besonders hochwertige Projekte. Der GS wurde u. a. in Zusammenarbeit mit dem WWF und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit entwickelt.
Der VCS (Verified Carbon Standard) wurde im Jahr 2005 eingeführt und ist ein weltweiter Standard der im freiwilligen Kompensationsmarkt eingesetzt wird. Das Genehmigungsverfahren berücksichtigt dass der Ausgleich zusätzlich, messbar, dauerhaft und real sein muss. Zudem ist eine unabhängige Prüfung obligatorisch.

Welche Projekte werden zur Emissionskompensation verwendet und wie wurden diese ausgewählt?

Wir nutzen ausschließlich CO2-Zertifikate aus hochwertigen und anerkannten Klimaschutzprojekten. Wir verwenden ausschließlich Projekte aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Forst. Bei der Auswahl der Projekte achten wir auf einen ausgeglichenen Mix aus Projekten in verschiedenen Weltregionen. Die Auswahl der Projekte beschränkt sich auf die Standards Gold Standard VER, CDM (PoA - Programme of Activities: Teilnehmer können sich am Projekt beteiligen, wenn sie die Teilnahmekriterien erfüllen) und VCS mit Zusatz-Standards (siehe auch "Was bedeutet CDM, VER, VCS und Gold-Standard (GS)").
Einige unserer ausgewählten Projekte wurden durch FutureCamp in der Umsetzung begleitet. Diese umfangreiche Erfahrung in der Projektentwicklung ermöglicht es uns, auch Projekte, die wir nicht selbst entwickelt haben, "auf Herz und Nieren" zu prüfen.

Warum unterstützt die Klimamanufaktur Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern?

Bei den Bemühungen gegen den Klimawandel spielt es keine Rolle, wo global CO2e eingespart wird. In Industriestaaten ist die Minderung einer Tonne CO2 allerdings deutlich teurer als in wirtschaftlich weniger entwickelten Regionen. Mit dem gleichen finanziellen Einsatz kann dort also deutlich mehr für das Klima erreicht werden. Außerdem helfen die Klimaschutzprojekte beim Transfer klimafreundlicher, teils hocheffizienter Technologien, so dass bei der wirtschaftlichen Entwicklung von Beginn an weniger CO2-Emissionen verursacht werden. Darüber hinaus bringen die Klimaschutzprojekte in den meisten Fällen auch positive Nebeneffekte im infrastrukturellen, ökonomischen und sozialen Bereich mit sich, die die Entwicklung in diesen Ländern weiter fördert.

Wie lange kann ein Projekt CO2-Zertifikate generieren?

Bei der ersten Prüfung des Projekts wird festgestellt, wie hoch die Emissionseinsparung der Maßnahme (im Falle eines Forstprojekts: die Höhe der CO2-Aufnahme der Bäume) im Vergleich zum "Business-as-usual"-Fall sein wird. Der Projektträger kann dabei i.d.R. zwischen einer einmaligen Laufzeit (meist 10 Jahre; im Fall eines Forstprojekts 30 Jahre) und einer verlängerbaren Laufzeit (meist 7 Jahre, max. 2x verlängerbar auf 21 Jahre; im Fall eines Forstprojekts z.B. 20 Jahre, 2x verlängerbar auf insgesamt 60 Jahre) wählen. Bei einmaliger Laufzeit kann das Projekt nach 10 (bzw. 30) Jahren keine weiteren Zertifikate mehr generieren. Bei verlängerbarer Laufzeit kann nach einer Überprüfung und ggfs. Anpassung der angenommenen Werte und Rahmenbedingungen bis zu 21 bzw. 60 Jahre lang Zertifikate generieren.

Wie lange sind CO2-Zertifikate haltbar?

CO2-Zertifikate haben keine definierte Haltbarkeit. Wir orientieren uns diesbezüglich an marktüblichen Vorgehensweisen, zum Bespiel an Vorgaben von Prüfgesellschaften, wie dem TÜV, die in diesem Bereich als Zertifizierer tätig sind. Danach sollte der Zeitraum zwischen der CO2-Einsparung durch das Klimaschutzprojekt- und den zu kompensierenden CO2-Emissionen (also Ihren persönlichen Emissionen oder den Emissionen Ihres Geschäftsbetriebs) höchstens 5 bzw. bei Projekten, welche in einem hohen Maß auf weitere Nachhaltigkeitsziele einzahlen,höchstens 7 Jahre betragen.

Führt die KlimaManufaktur Klimaschutzprojekte im Gastland mit eigenem Personal durch?

Wir stehen bei den durch uns entwickelten Projekten als Beratungsinstanz und für administrative Prozesse dauerhaft zur Verfügung. Vor Ort werden die Projekte meist von einheimischem Fachpersonal geplant und mit Hilfe der lokalen Bevölkerung umgesetzt. Dies schafft Arbeitsplätze vor Ort, nutzt die Strukturen, sowie das vorhandene Wissen zu den lokalen Bedürfnissen und Gegebenheiten und ist in der Regel kostengünstiger.

Wer prüft die Klimaschutzprojekte und die CO2-Zertifikate?

Alle bei der Klimamanufaktur beschriebenen Klimaschutzprojekte durchlaufen vor Registrierung einen sehr umfangreichen Prüfprozess. Bei CDM sind dies vom Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC: United Nations Framework Convention on Climate Change) vorgegebene, formale Prüfprozesse. Erst wenn ein Projekt genehmigt und umgesetzt wurde, kann es CO2-Zertifikate generieren. Die Emissionsminderungen werden zusätzlich geprüft. Während eines Verifizierungsprozesses wird geprüft, in welcher Höhe Emissionsminderungen in dem zu prüfenden Zeitraum tatsächlich stattgefunden haben. Diese Prüfung wird von speziell dafür zugelassenen Prüforganisationen (z. B. TÜV-Gesellschaften) nach fest vorgegebenen Regelungen des jeweiligen Standards durchgeführt und durch die offiziellen, nationalen und internationalen Behörden kontrolliert. Bei anderen Projektstandards, wie zum Beispiel dem Gold Standard oder dem VCS sind die Prüfprozesse vergleichbar aufgebaut.



Sollten noch Fragen offen bleiben, beantworten wir diese gerne. Schreiben Sie uns eine E-Mail info@die-klimamanufaktur.de oder rufen Sie uns einfach an: +49 (89) 45 22 67 -46.